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Spiele beim Spaziergang

Ein Spaziergang kann schnell langweilig werden, wenn es immer die gleiche oder eine ähnliche Strecke geht und Hund und Halter nur nebeneinander herlaufen. Um die Beziehung zu stärken und auch die Aufmerksamkeit des Hundes schneller und einfacher zu bekommen, eignet es sich sehr gut während des Spaziergangs immer mal wieder kleine Spiele mit einzubauen. So bleibt man als Halter immer interessant für seinen Hund und die Aufmerksamkeit verbessert sich deutlich, denn es wird immer mal wieder zu Herrchen oder Frauchen geguckt, denn es könnte ja ein Leckerlie rausspringen oder ein interessantes Spielchen kommen. Das wirkt sich wiederum positiv auf den Rückruf aus, denn so kommt der Hund einfach deutlich schneller und lieber zurück zum Besitzer, denn dort passiert immer etwas tolles oder spannendes.

 Spiele beim Spaziergang

 

1. Stockangel

Stöcker findet man eigentlich auf jedem Spaziergang am Wegesrand. Einfach einen längeren Stock suchen und mit dem Hund jagen spielen. Man kann den Hund um sich herum jagen lassen oder ein paar Schritte rennen. Das ist ein guter Ersatz für das Jagen von z.B. Tieren oder auch Joggern oder Radfahrern. Viele Hunde haben einen Jagdinstinkt und so kann man ihnen eine gute Alternative und einen Ausgleich bieten, um nicht nur das Jagen generell zu verbieten sondern viel eher dem Hund zu zeigen was er jagen darf und was nicht. So lernt er noch besser auf Frauchen oder Herrchen zu achten und lernt, dass er nicht einfach wild alles jagen darf, sondern das Kommando und die Erlaubnis dazu bekommt.

2. Suchspiele

Beim Spaziergang einfach immer einen kleinen Beutel mit Futter oder Leckerli dabei haben, das kann ein Futterdummy sein oder aber auch das Lieblingsspielzeug, wenn der Hund vielleicht nicht so sehr auf Leckerlies steht. Mit diesem Beutel kann man zwischendurch verschiedene Spiele machen.

Den Beutel einfach mal während des Laufens fallen lassen und den Hund dazu auffordern zurück zu laufen und den Beutel zu bringen.

Den Beutel werfen und den Hund entweder direkt hinterherjagen lassen und den Beutel bringen lassen oder den Hund warten lassen und erst auf Kommando loslaufen lassen. Kann man gern auch im Wechsel machen – ein paar Mal direkt jagen lassen und ein paar Mal erst auf Kommando loslaufen lassen. Das ist eine sehr gute Übung für die Impulskontrolle.

Eine weitere Möglichkeit ist es den Hund irgendwo warten zu lassen und den Beutel am Wegesrand oder irgendwo in der Nähe zu verstecken. Zu Beginn den Beutel sehr einfach verstecken, damit der Hund schnell ein Erfolgserlebnis hat und den Beutel findet, dann direkt aus dem Beutel füttern. Hier kann man den Schwierigkeitsgrad immer etwas erhöhen und den Beutel schwieriger verstecken. Dem Hund die Richtung zeigen und in dem Gebiet suchen lassen.

3. Abliegen/Ruhe

Diese Übung dient der Konzentration. Während eines Spaziergangs den Hund irgendwo Platz machen lassen/sich hinlegen lassen und weiter gehen. Je nachdem wie weit man mit der Übung schon ist: am Anfang nur ein paar Schritte und direkt wieder zurück gehen und loben. Wichtig ist auch hier, dass man in Ruhe lobt und nicht wild herumspringt, da der Hund das Platz bestenfalls nicht durch das Lob auflösen sollte sondern erst durch ein selbstgewähltes Kommando wie „ok“ oder „lauf“ oder ähnliches.

Je weiter man mit der Übung ist desto weiter kann man weggehen, kleine und große Kreise um den Hund gehen, später dann außer Sichtweite des Hundes gehen, sich mal hinter einem Baum verstecken oder auch die Geschwindigkeit erhöhen und um den Hund herum laufen oder sogar rennen, herumspringen, Hampelmänner machen usw. Nicht vergessen den Hund immer zwischendurch zu loben und lieber langsamer und in kleineren Abständen anfangen. Wenn der Hund aufsteht, sich hinsetzt oder weg geht, einfach ruhig bleiben und ihn wieder zurück auf den ursprünglichen Platz legen und etwas langsamer anfangen und vielleicht wieder einen Schritt zurück gehen.

4. Warten

Diese Übung ist wie das Abliegen eine ruhige Übung wobei der Hund hier nicht exakt an einer Stelle liegen bleiben soll, sondern es geht hier darum, dass er lernt zu warten und dabei ruhig zu bleiben.

Während des Spaziergangs kommt man immer mal wieder an Bänken oder anderen Sitzgelegenheiten vorbei. Zwischendurch einfach mal hinsetzen und den Hund neben sich warten lassen. Andere Fußgänger, Autos, Fahrräder, Kinderwagen etc. an einem vorbei laufen lassen und den Hund belohnen, wenn er ganz ruhig wartet. Das ist natürlich sehr unterschiedlich von Hund zu Hund und sehr vom Charakter des Hundes abhängig. Ist der Hund sehr leicht erregbar und sowieso sehr aufgeregt beim Spaziergang, muss man diese Übung sehr langsam angehen und nur sehr kurz sitzen bleiben am Anfang, direkt belohnen oder loben und weitergehen.

Bei Hunden, die diese Übung schon sehr gut können, kann man zum einen länger sitzen bleiben und zum anderen in die zweite Stufe einsteigen und den Hund allein dort sitzen lassen. Dies kann gut geeignet sein, wenn man z.B. kurz beim Bäcker etwas holen möchte, das Auto gerade ein oder auslädt, die Hände voll hat oder der Hund aus irgendeinem sonstigen Grund in Ruhe irgendwo warten soll. Den Hund dazu an der Leine z.B. an der Parkband festmachen und ein Kommando zum Warten geben, dann einfach entfernen und mit etwas anderem beschäftigen, zunächst nur kurze Sequenzen und diese immer verlängern. Der Hund darf dabei ruhig sehen, dass man sich mit etwas anderem beschäftigt. Gern auch zwischendurch aus dem Sichtfeld des Hundes verschwinden und wieder auftauchen. Den Hund dabei nur aus dem Augenwinkel beobachten und nicht direkt anschauen oder ansprechen, damit er lernt, dass er jetzt nicht dran ist, sondern nur warten soll.

5. Umrunden von Gegenständen

Den Hund auf dem Spaziergang verschiedene Gegenstände umrunden lassen wie zB. Kleine Pfeiler oder Hütchen, kleine Bäumchen, Mülleimer etc. Alles was hier und da am Wegesrand steht.

Diese Übung ist eine etwas schwierigere und bis sie perfekt funktioniert bei diversen verschiedenen Gegenständen vergehen viele, viele Spaziergänge, aber das macht ja nichts, denn wir gehen ja sowieso viele Spaziergänge mit unserem Hund.

Zuerst ganz leicht anfangen mit einem Gegenstand, um den ihr den Hund auch einfach herumführen könnt. Dazu relativ dicht an den Gegenstand stellen und dem Hund mit der Hand zeigen, dass er um den Gegenstand (bspw. Pfahl) herumlaufen soll. Ist er einmal rumgelaufen, direkt belohnen und noch einmal machen, dabei ein ganz kleines bisschen weniger Hilfe mit der Hand geben. Für diese Übung dann ein selbstgewähltes Kommando einführen. Stück für Stück kann man dann anfangen die Hilfe mit der Hand abzubauen und den Hund um Gegenstände herumschicken. Später kann man auch die Distanz vergrößern. Diese Übung ist aber wirklich nicht leicht und desto mehr Ablenkung draußen herrscht desto schwieriger wird es. Die Übung kann man auch wunderbar zu Hause oder drinnen üben. Also bitte nicht verzweifeln, wenn es hier länger dauert bis der Hund um diverse verschiedene Gegenstände rumlaufen kann, sondern diese Übung eher als eine kontinuierliche Übung während jedes Spaziergangs sehen.

Spiele beim Spaziergang

6. Verstecken

Diese Übung kann man natürlich immer mal zum Spaß einbauen aber auch besonders gut nutzen, wenn der Hund sich irgendwo „festgeschnüffelt“ hat oder so gar nicht mehr auf einen achtet. Dann einfach mal hinter dem nächsten Baum, der nächsten Ecke oder sonst wo verstecken und warten bis der Hund angelaufen kommt und einen gefunden hat. Bei sehr unsicheren Hunden lieber zunächst sehr leicht verstecken oder ein bisschen was von sich zeigen. Natürlich kann man auch eine lange Schleppleine nutzen und so dem Hund und sich selbst etwas mehr Sicherheit vermitteln. Hat der Hund einen gefunden, dann immer direkt belohnen.
Diese Übung lässt sich auch wunderbar mit zwei Personen durchführen. Während sich eine Person versteckt, bleibt der Hund bei der anderen Person und wird von dieser dann auf die Suche geschickt

7. Futtersuche

Dies ist ein gutes Spiel, um dem Hund Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Wort beizubringen. Das Wort könnte z.B. „Schau“ sein. Durch dieses Spiel bekommt das Wort eine ganz besondere Bedeutung und der Hund wird nach einiger Zeit relativ sicher auf dieses Wort zum Menschen schauen und Blickkontakt aufnehmen.
Dafür gibt man das Wort (oder auch ein bestimmtes Geräusch) von sich und sobald der Hund schaut, wirft man etwas Futter auf den Boden. Alternativ kann man zu Anfang auch warten bis der Hund zufällig zu einem schaut und das kurze Anschauen dann direkt mit dem gewählten Wort und einer Belohnung belegen. Das Futter kann gerollt werden, vor oder hinter sich geworfen werden und mal dichter oder mal weiter weggeworfen werden. Der Hund darf nun auf ein Startsignal hinterherrennen und das Futter suchen. Besonders im höheren Gras muss der Hund dann erstmal ein bisschen herumschnüffeln, um die Leckerli zu finden. Wenn man gleichzeitig die Impulskontrolle fördern möchte, dann ist es wichtig, dass der Hund wirklich erst auf das Startsignal das Futter suchen darf. Diese Variante kann auch hilfreich sein, wenn man einen Hund hat, der dazu neigt wie ein Staubsauger alles was auf der Straße liegt aufzufressen.

Eine weitere Variante ist, das Futter gezielt irgendwo zu verstecken. Hierfür kann man den Hund warten lassen und das Futter dann z.B. in Baumrinde, unter etwas Laub, unter oder zwischen Holz, in Spalten vom Mauern usw. verstecken.

8. Agility

Verschiedene Übungen aus dem Agility Sport kann man eigentlich immer irgendwie in den Spaziergang mit einbauen. Einen umgefallenen Baum bzw. einen Baumstamm kann man super dafür nutzen, um den Hund darüber balancieren oder darüber springen zu lassen. Auf dem Stamm kann man den Hund warten, Sitz oder auch Platz machen lassen. Stehen ist natürlich einfacher als Sitzen. Am schwierigsten ist das Platz, da der Stamm oft wackelig bzw. natürlicherweise nicht ganz grade ist. Der Hund lernt so eine bessere Balance zu halten. Auch in der Stadt gibt es immer wieder viele Gegenstände, die zum „wilden“ Agility einladen. Dies können z.B. kleine Mauern, Bordsteinkanten, Steine usw. sein. Hält man ein bisschen Ausschau, findet sich immer wieder ein geeigneter Gegenstand. Man kann dem Hund natürlich auch beibringen unter den Gegenständen hindurchzulaufen wie zum Beispiel unter einer Parkbank. Im Wald findet man dafür sicher auch mal einen Baumstamm, Äste oder ähnliches. In der Stadt sind dies oft Schranken, Absperrungen, gespannte Ketten vor Einfahrten usw.

Eine weitere Übung ist Slalom laufen. Auch hierfür lassen sich immer wieder geeignete Gegenstände finden wie ein paar Bäume, die hintereinanderstehen oder auch Pfeiler. Zu Beginn zeigt man hier dem Hund mit der Hand oder mit einem Leckerchen den richtigen Weg.

9. Tempowechsel und Aufmerksamkeit

Diese Übung kann man wunderbar mit und ohne Leine durchführen. Gerade, wenn sich andere Spiele nicht anbieten, weil z.B. Leinenpflicht ist oder man einfach gern mal wieder ein bisschen an der Leinenführigkeit arbeiten möchte, bietet sich dies besonders an. Meist ist man in seinem eigenen Tempo unterwegs ohne dies ganz bewusst zu bemerken. Jeder hat sein eigenes Schritttempo und man geht täglich in diesem Trott. Bei dieser Übung verlangsamt man ganz bewusst zwischendurch die Schritte, um dann wieder schneller zu laufen und auch mal ein kleines Stückchen zu rennen. Wechselt man öfter das Tempo, reagieren die meisten Hunde schon nach kurzer Zeit darauf und sind deutlich aufmerksamer. Neben Tempowechseln kann man bei dieser kleinen Übung auch sehr gut Richtungswechsel einbauen.

10. Wettrennen oder Fangen spielen

Dieses Spiel lieben fast alle Hunde. Mal fängt man den Hund bzw. „jagt“ im hinterher und mal andersherum. Auch ein kleines Wettrennen zu einem vorher ausgelegten oder geworfenen Ball oder auch zu einer imaginären Linie ist eine witzige Abwechslung. In den meisten Fällen gewinnt hier natürlich der Hund, aber das macht ja nichts und ist trotzdem eine lustige Beschäftigung für alle. Auch mit zwei Personen kann man das Wettrennen wunderbar veranstalten und sich einfach abwechselnd als Ziel hinstellen. Natürlich kann auch der Hund mal das Ziel sein und die beiden Personen leisten sich ein Wettrennen. Der Hund sollte natürlich nicht verschreckt werden, sondern es sollte am Ende langsam und mit Spaß auf oder in die Nähe des Hundes gelaufen werden. Alternativ kann der Hund auch am Rand oder an der Seite abgelegt oder hingesetzt werden, damit man nicht direkt auf ihn zurennt. Die meisten Hunde verstehen dieses Spiel sehr schnell und können so auch lernen zu warten und ihre Impulse zu kontrollieren, wenn sie einmal nicht an der Reihe sind.

 

Wie macht ihr die Spaziergänge mit eurem Vierbeiner interessanter? Habt ihr verschiedene Ideen oder Spiele? Findet ihr das man so etwas überhaupt machen sollte auf dem Spaziergang?

 

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