Wat(t) erleben – Wattwandern mit Hund

Der frische Wind im Fell und in den Haaren, das Salz auf der Haut und den Lippen und der Schlick unter den Füßen – eine Wattwanderung ist definitiv einmalig.

Wer an Nordsee zu Hause ist, bei dem gehört Wattwandern sicher schon seit den Kindertagen zu einem der schönsten Erlebnisse im Sommer. Natürlich geht das auch zu jeder anderen Jahreszeit, ist aber dann aufgrund der Temperaturen eher was für die Härteren unter uns. Wer schon als Kind viel im Watt war, kennt das Gefühl des glitschigen und matschigen Wattbodens, was vielleicht für andere beim ersten Mal etwas gewöhnungsbedürftig ist, denn es geht natürlich barfuß ins Watt. Aber Watt soll ja besonders gesund sein und bei Hautkrankheiten helfen – also nichts wie hinein!

Dieses Mal ging es dann zum ersten Mal mit Hund ins Watt, um das Wattwandern mal mit ihm auszuprobieren.

Das Wattenmeer und seine Besonderheiten

Wer sich im Wattenmeer sowie mit den Gezeiten nicht so gut auskennt, der sollte entweder eine Tour mit einem Wattführer machen (es gibt sogar spezielle Touren für Hundehalter) oder aber sich wirklich genau informieren. Es empfiehlt sich zunächst nicht zu weit rauszulaufen, sondern parallel zum Deich/Strand zu bleiben. Sehr oft wird die Gefahr von volllaufenden Prielen unterschätzt. Die Gezeiten findet man beim Bundesamt für Schifffahrt und Hydrogafie hier. Eine große Wattwanderung zum Beispiel zu einer Hallig sollte aber nie ohne Wattführer gemacht werden, denn bei so einer Wanderung kann man schnell die Orientierung verlieren.

Zu empfehlen ist auch zunächst erstmal eine kleinere Strecke zu laufen, denn geht man weiter hinaus, kann man schnell in etwas tiefere und matschigere Regionen kommen. Dort kann es für Mensch und Hund sehr schnell ziemlich anstrengend werden. Auch sollte der Hund nicht wasserscheu sein, denn es kann natürlich immer mal vorkommen, dass man auch bei Ebbe zumindest durch einen kleinen Priel oder angesammeltes Wasser laufen muss. Wichtig ist, dass man bei ersten kleinen Wattwanderungen immer Strecken wählt bei denen der Deich noch in Sichtweite ist. Alles was darüber hinaus geht, sollte wirklich nur von erfahrenen Personen oder mit Führern unternommen werden. Es hilft übrigens sich beim Loslaufen einen Punkt auf dem Deich zu suchen und zu merken, um später nicht an einer komplett anderen Stelle wieder anzukommen. Dafür eignen sich z.B. Windmühlen oder Bäume, die auch von weiter weg noch gut erkennbar sind.

Pflege nach dem Wattwandern

Nach dem Wattwandern sollte man sich selbst und seinen Hund gründlich abspülen, aber das versteht sich sicher von selbst, denn alle Füße und Pfoten werden sehr matschig sein. Meist stehen an den Deichen Duschen und Fußduschen zur Verfügung, die aber in der Regel nur kaltes Wasser haben. Geht man im Sommer ins Watt, ist das aber meist kein Problem. Ein Handtuch für Mensch und Hund zum Abtrocknen danach ist ebenso empfehlenswert.

 

Wo kann man gut Wattwandern?

An der Nordsee gibt es viele Möglichkeiten mit dem Hund Wattwandern zu gehen. Unsere Wahl ist auf den Kaiser-Wilhelm-Koog gefallen, denn hier ist es besonders ruhig und man trifft auch an warmen Sommertagen amWochenende höchstens zehn andere Menschen. So hat man das Wattenmeer fast ganz für sich allein. Davor oder danach kann man noch wunderbar am Deich liegen und ist auch hier gänzlich ungestört. Allerdings gibt es hier bis auf eine kleine Dusche auch keine weiteren Einrichtungen, daher unbedingt daran denken Wasser und etwas Verpflegung mitzunehmen. Auch auf die Wattwanderung sollte man etwas Wasser mitnehmen. Manche Hunde neigen dazu das Salzwasser zu trinken, was zu Durchfall führen kann. Hier eignet sich eine tragbare Hundewasserflasche oder ein Faltnapf für frisches Wasser.

Das Watt ist hier (im Kaisesr-Wilhelm-Koog) sehr leicht zugänglich und man kann direkt zur Wanderung starten. Nach ein paar Metern hat sich auch unser Hund, der an diesem Tag das erste Mal im Watt war, an den neuen Untergrund gewöhnt und hatte sichtlich Spaß bei der Wanderung. Er hat es genossen durch den Matsch zu rennen und durch die kleinen Wasserpfützen zu springen. Wattwandern ist sowohl für Zwei- als auch für Vierbeiner ein tolles Erlebnis und wir können es absolut weiterempfehlen, wenn man sich an ein paar Vorsichtsmaßnahmen und Regeln hält oder eben auch eine Tour mit einem Führer unternimmt.

Seid ihr mit eurem Hund schon im Watt gewesen und habt ihr vielleicht weitere tolle Orte an denen man mit dem Vierbeiner Wattwandern gehen kann?

 

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