Wenn’s im Frühling juckt!

Nun ist es endlich soweit und der Frühling steht ins Haus! Lange haben wir gewartet und diese Zeit voller Vorfreude ersehnt. Nun können wir ihn endlich willkommen heißen und freuen uns auf die langen Abende, in denen wir mit unserem geliebten Vierbeiner die Sonnenstunden auskosten und in die Natur gehen, um Neues zu entdecken. Endlich können wir mit Flip-Flops, kurzer Hose und T-Shirt rausgehen ohne zu frösteln! Auch unsere Hunde haben ihr Winterkleid langsam abgelegt und freuen sich über die Erleichterung ohne dickes Fell.

Nur leider bringt die Frühlingszeit auch ein paar negative Umwelteinflüsse mit sich, mit der nicht nur wir konfrontiert werden, sondern auch unser lieber Vierbeiner. Dazu gehören zum Einem die gemeinen Wald-und Wiesenfreunde, die Zecken, aber auch natürliche Umwelteinflüsse, welche Allergien auslösen können.

In diesem ersten Teil möchten wir uns dem Thema Allergie widmen.

Viele Besitzer kennen das Problem. Der Hund beginnt sich zu scheuern, zu kratzen und zu schubbern und es nimmt kein Ende. Herrchen und Frauchen sorgen sich und sind oft ratlos. Die Haut ist gereizt, zum Teil sogar felllos, gerötet und entzündlich. Auch die Augen sind häufig betroffen und fangen an zu tränen. Nun wird es Zeit zu handeln und die Ursache ausfindig zu machen. Die beschriebenen Symptome werden oftmals mit  einem akuten Flohbefall in Verbindung gebracht, doch fällt dieser negativ aus, weisen diese Symptome häufig auf eine Allergie hin.

Allergie: was genau ist eine Allergie bei meinem Vierbeiner?

Der Organismus von Hund und Mensch ist relativ ähnlich gestrickt. Beide haben ein Immunsystem, welches eine Art Abwehrsystem gegen bestimmte Krankheitserreger ist.

Wenn nun also normale Umwelteinflüsse wie Pollen, Gräser, Hausstaubmilben oder auch bestimmte Proteine in einem Futtermittel eine Überreaktion des Immunsystems auslösen, kommt es zu einer allergischen Reaktion. Die verschiedenen Symptome treten auf und der Körper protestiert gegen die jeweiligen Umwelteinflüsse, die eine Allergie auslösen. In der Folge kommt es zu tränenden Augen, Juckreiz oder anderen körperlichen Symptomen.

Mit welchen Allergien müssen sich unsere Hunde auseinander setzen?

Am bekanntesten unter uns Hundefreunden ist wohl die Futtermittelallergie. Am häufigsten allerdings ist die Flohspeichelallergie, gefolgt von der Umweltallergie, ein Überbegriff, der die allergische Reaktion auf bestimmte Pollen beschreibt. Eher selten sind Allergien auf bestimmte Materialien wie Kunststoff, Metalle oder Ähnliches. Man nennt diese Arte der Allergie eine Kontaktallergie.

Doch wie erkenne ich eine Allergie bei meinem Hund?

Die häufigste Ursache für einen Verdacht auf eine Allergie ist Juckreiz. Der Hund reagiert auf das ständige Kratzen und Scheuern mit geröteten Hautpartien, welche unter Umständen sogar Entzündungen verursachen. Viele Hundebesitzer schlussfolgern bei solchen derartigen Hautveränderungen und Symptomen einen Flohbefall.

Befinden sich tatsächlich Flöhe im Fell, kann man den Befall relativ einfach und schnell durch das Finden von Flohkot, welches kleine schwarze Krümel sind, feststellen. Legt man ein Stück Küchenpapier unter den Bauch des Hundes und reibt ein wenig am Fell, fällt häufig der Kot auf das Küchenpapier. Befeuchtet man dieses nun mit ein paar Wassertropfen lösen sich die kleinen schwarzen Krümel auf und es entstehen kleine rötliche Punkte, welche das Ergebnis eines Flohbefalls darstellen. Ist dies nicht der Fall, so ist eine Allergie naheliegend.

Zusätzlich zu den Hautreizungen können auch weitere Symptome wie Atemwegsprobleme, Husten, Schnupfen oder tränenden Augen auftreten. Bei Futtermittelallergien kommt es zusätzlich häufig zu Magen-Darm Problemen mit Durchfall oder Erbrechen.

Was tun?

Eine sichere Diagnose zu stellen ist zunächst einmal schwierig und kann unter Umständen sehr langwierig sein. Als Erstes ist der Gang zum Tierarzt zu empfehlen, da unser Vierbeiner unter den Symptomen sehr leidet. Dieser wird als Erstes auf einen möglichen Parasitenbefall untersuchen. Fällt dieser negativ aus, liegt eine Allergie nahe. Eine Futtermittelallergie zeigt zu Anfang oft das gleiche Bild wie jede andere Allergie, denn nicht immer zeigen sich Magen- und Darmstörungen. Tritt die Allergie überwiegend im Frühjahr und Sommer auf, weist dieses eher auf eine Umweltallergie hin. Tritt die Allergie das ganze Jahr auf, geht die Tendenz eher zur Futtermittelallergie.

Diagnosemöglichkeiten bei einer Futtermittelallergie:

  1. Ausschlussdiät mit anschließenden Provokationstest: Der Hund wird zu Anfang mit einem Futter gefüttert, welches keine Allergien auslöst. Nach und nach wird das gewohnte Futter bzw. die gewohnten Fleisch– und Kohlenhydratquellen hinzugegeben und dokumentiert bei welchen Stoffen der Hund allergisch reagiert. Daraus lässt sich schließen was der Vierbeiner verträgt und was nicht. Wichtig ist hier, wirklich konsequent vorzugehen, denn nur so erhält man ein zuverlässiges Ergebnis.
  2. Bluttest: Dieser Test dient der Messung der Antikörpermenge im Blut. Eine genaue und zuverlässige Aussage über eine Futtermittelallergie erhält man allerdings nicht.
  3. Schleimhauttest: Hier werden unter Vollnarkose bestimmte Eiweiße in die Dickdarmschleimhaut injiziert, die Reaktion wird genau dokumentiert und es werden regelmäßig Gewebeproben entnommen. Diese Methode gilt als sehr verlässlich, allerdings stellt die notwenige Narkose einen Nachteil dar.

Was tun bei einer Futtermittelallergie?

Die Häufigkeit einer Futtermittelallergie nimmt stetig zu und mittlerweile sind immer mehr Vierbeiner betroffen.  Es gibt inzwischen genügend Hundefutter, welches auf bestimmte allergieauslösende Inhaltsstoffe, wie z.B. Huhn, Rind oder Weizen verzichtet. Daher ist es sehr wichtig, ein spezielles Futter für unseren Freund zu finden und bestimmte Inhaltsstoffe zu vermeiden.  Für ernährungsempfindliche Hunde ist ein bedarfsgerechtes Futter sehr wichtig, denn nicht selten reagieren die Hunde nicht nur auf einen Inhaltstoff, sondern gleich auf mehrere. Hier ist es also sehr ratsam eine Auswahl von Futtersorten mit je einer Fleischsorte und einer Kohlenhydratquelle zu finden. Nur so besteht eine gute Chance, ein passendes Futter für den Vierbeiner zu finden.

Da das Thema Allergie uns immer mehr beschäftigt und wir uns immer mehr damit auseinandersetzen müssen, um unserem Vierbeiner eine stressfreie und genügsame Sommerzeit zu gewährleisten, ist es sehr wichtig den möglichen Symptomen auf den Grund zu gehen.

Wie geht es euren Vierbeinern in der Frühlings- und Sommerzeit und mit was für Allergien müsst ihr euch auseinander setzen?

Im nächsten Teil dieser Reihe beschäftigen wir uns mit den gemeinen Wiesenbewohnern – den Zecken!

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